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musikstil
indie-klangräume

prägende einflüsse
mogwais intensität &
motorpsychos spiellust &
radioheads weltschmerz &
pink floyds weltverklärung

prägende ambivalenzen
melodie vs geräusch &
atmosphäre vs dynamik &
strukturzersetzung vs klangkonstruktion

 

 
booking
red.i.made booking
sophia mann
booking@redimade.de
www.redimade.de/

 

 
label
milchmann records
info@milchmannrecords.de
www.milchmannrecords.de

 

 
band
c/o: roberto cruccolini
roberto@meinverstaerker.de

 

 
die musik
zu beginn steht der ton, das geräusch, der rhythmus. im prozess entwickeln verstärker musik, die sich meist zunächst windet und sperrt gegen das korsett des songs. was organisch erwächst wird in vielschichtiger fein- und grobarbeit in den status einer reproduzierbarkeit überführt.
ein teppich aus klängen, die mit einer selbstverständlichen dynamik eine atmosphäre aufbauen aus dem wechselspiel von leisen klangelementen und musik. welche sich zeitweise zu einem inferno, einer wand aufspielen, die einen immer wieder aufprallen lässt, zurückwirft, auffängt, über minuten hält und dann nicht loslässt. VERSTÄRKER - wenn songs nicht mehr als solche zu erkennen sind, bekannte songstrukturen nicht existieren, zu themen werden, auseinander brechen, wieder kehren.
im zentrum steht das spiel mit der dynamik und den geräuschen, die verwandlung eines leisen rauschens in ein 3-gitarriges noisegewitter - das fließen in das der zuhörer eintauchen und sich hingeben kann - jedoch ohne sich dogmatisch klassischer songstrukturen zu verweigern. immer wieder schleichen sich kleine popelemente in aleatorische 3d-klangräume und dennoch markieren auch sie immer nur übergänge und zwischenräume. verstärker kommen nicht an, markieren keinen anfang und fordern kein ende. der zustand des werdens und vergehens ersteht live zu einem intensiven erlebnis, das keine gefangenen macht. ab der ersten minute nehmen VERSTÄRKER jeden mit auf die klangreise, in die jeder seine eigenen gefühle legt, und mensch nur an der freude im Gesicht erahnen kann, was es für jeden einzelnen bedeutet.
Prosa des expressionismus oder des beat setzen atmosphärische kontrapunkte zur musik, welche dort anzufinden ist, „wo schon so seltsame wesen wie hood, giardini di miro oder auch sigur ros in einklang und symbiose leben. (…) ein wogendes auf und ab entstehen lassen, dass sich zunehmend in  anschwellende, transzendente soundkollagen verirrt und im bacchantischen höhepunkt pure poesie versprüht“ (Noisy Neighbours). „es ist wohl dieser gegensatz, der den größten reiz der Band ausmacht. mal abgesehen davon, dass sie auf ihrer CD wesentlich verhaltener klingen als live, wo sie  ein so brillantes inferno inszenieren.“ (SZ)

die texte

Die Texte sind, wenn nicht selbst kreiert, oftmals Annäherungen an lyrische Werke oder Prosa des Expressionismus oder des Beat, die atmosphärische Kontrapunkte setzen. Den Schwierigkeiten, sich selbst in verbaler Art & Weise angemessen zu äußern, wird somit Rechnung getragen (will sagen, dass wir bei der Musik ausschließlich Selbstkomponiertem vertrauen, bei den Texten jedoch mitunter auf Werke experimenteller Dichter zurückgreifen, die das Medium Sprache präziser auszuloten vermögen als wir). Dem Versuch, dies alles umzusetzen gilt das gesamte Streben von VERSTÄRKER.

die anfänge

Den Grundstein legten Roberto Cruccolini und Christian Günther im Frühjahr 97. Gemeinsam traten sie an, das Melodic-Rock-Imperium der 80er Jahre, das bereits auf dem Zahnfleisch ging, zu zerschlagen. Die Zauberformal war schnell gefunden: "Instant-FX-Music" (Jazz im Hirn - Punk im Herz). Schon damals war abzusehen, dass man experimentelle Wege gehen würde, was besonders live nicht zu überhören sein sollte. Auch Stefan Günther ließ es sich nicht nehmen, von Beginn an die beiden auf ihrer musikalischen Reise zu begleiten. Die Effektsucht steigerte sich exponentiell durch das Hinzutreten eines weiteren Noiseorgiasten namens Christian Bartl, manchmal schraubend an der Gitarre, manchmal tanzend auf den Beinen, meistens aber beides. Seitdem hat ein Effektwettrüsten unbekannten Ausmaßes innerhalb der Melodiefraktion begonnen, das nebst dem Potential des mehrfachen lärmtechnischen Overkills auch den finanziellen Ruin für einige Bandmitglieder mit sich brachte. Im Winter 2002 komplettierte Wolfgang Walter am Schlagwerk die Formation endgültig.
Im Herbst 2004 gelang es der Band schließlich, sich nach endlosem internen Gerangel umzubenennen. Seitdem firmiert man nicht mehr unter "diekleinenpropheten", sondern unter VERSTÄRKER. Wiederum im Herbst, jedoch 2 Jahre später beschloß man, nurmehr zu viert weiterhin Musik zu machen und die angegrauten analogen Bassklänge durch synthetisierte zu ersetzen; wer weiß, wo das noch hingehen soll. Aber keine Angst: Die Gitarren bleiben - zumindest vorerst. Seit 2008 reisen VERSTÄRKER nun wieder zu Fünft durch die neue Klangwelten. die musiker sind dabei schon seit jahrzehnten umtriebig in der münchner szene unterwegs (u.a. peter corretto, minerva, monday picaso) und haben in VERSTÄRKER eine musikalische heimat gefunden, die sie seit 2008 engagiert bestellen. Nun sind es 4 Gitarristen und ein Schlagwerker - wie es der Moment will, werden die Instrumente gespielt, gestreichelt, geschlagen, gequält und geliebt - und einer muss dann an den Bass...
 
 
BANDINFO  

 
 
TECHNICAL RIDER  

 
 
PRESSEFOTOS (300dpi)
 
 
PRESSEECHO
  • Süddeutsche Zeitung 2010
    "... Verstärker aus Münchehn breitete mit ihrer Mixtur aus Gitarrenrock und Klangspiel einen epischen Klangteppich aus..."
    "... schwebte dieser raffiniert geknüpfte Teppich aus Gitarrenloops, Riffs, und Rhythmen um so tiefer in die eigene Klangwelt..."

  • "MÜNCHNER ACT DES JAHRES"
    gewinner des sprungbrettwettbewerbes 2004
    (feierwerk - münchen)

  • gewinner des
    "M 94.5 StuStaCulum-Bandwettbewerbs" 2002

  • Süddeutsche Zeitung 2004
    "…live, wo sie ein so brillantes Inferno inszenieren, dass sie beim diesjährigen Sprungbrett-Wettbewerb [2004] die einzige Band waren, bei der die Juroren nur noch Höchstpunktzahlen vergaben."

  • Musikredaktion M 94,5 - 2007
    "Verstärker eröffnet neue Dimensionen, und orientiert man sich einzig und allein an dieser Band, dann gibt es einen neuen Horizont für Musik aus Deutschland, eine neue Welt, die München dank des VERSTÄRKERS schon betreten hat."

    "Manche Songs brechen sich wie eine Welle, man hat das Gefühl, getragen zu werden, zeitweise unterzutauchen, Wasser zu atmen, und eine vollkommen neue Sichtweise für die Strukturen der Musik zu bekommen."

KOPF STATT BAUCH

Die "Kleinen Propheten" sind trotz ihres Namens eine der besten jungen Bands in München

Es ist nicht so, dass die Kleinen Propheten aus München mit aller Macht berühmt werden wollen. Der Bandname ist für eine Postrock-Noise-Band mit Anspruch schon mal eine Katastrophe - und ihr Informationsmaterial beginnt mit den Worten: "Die meist melancholische Stimmung der Lieder spiegelt sich nicht nur im Wettstreit zwischen Melodie und Geräusch, sondern auch im Versuch der Songstrukturzersetzung und der Klangkonstruktion wieder." Man kann sich lebhaft vorstellen, wie CD samt Beipackzettel bei Privatradios und Stadtmagazinen sofort in den Mülleimer wandert.

Andererseits ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass bei Spex, Zündfunk und der einen oder anderen Tageszeitung interessiert weitergelesen wird und nebenbei die CD "B-Seiten" in den Player wandert. Wenn sie es erst einmal soweit geschafft haben, dann wachsen die Chancen der Kleinen Propheten immens an. Denn die Lieder halten, was die Selbstbeschreibung verspricht: Die kleinen Propheten experimentieren so gekonnt mit Melancholie und Lärm, wie es in München und Umgebung sonst nur Couch vermag. Die beiden Bands verbindet zudem der Ansatz, Musik eher über den Kopf als über den Bauch zu begreifen.

Robert Cruccolini, Songwriter und Gitarrist, beschreibt die Herangehensweise seiner Band so: "Die Lieder entstehen nicht dadurch, dass wir jammen. Es ist nicht wie bei einer Rockband. Wenn man Songs am PC konstruiert, entstehen automatisch ganz andere Strukturen. Die normalen Abläufe mit Intro, Refrain und Gitarrensolo funktionieren bei uns auch einfach nicht." Stattdessen laufen die Stücke auf den "B-Seiten" oft dahin, verschwimmen, finden sich dann über einen Loop zusammen, gewinnen eine faszinierende Dynamik - um dann wieder auseinander zu fließen. Oder ein wiederkehrendes Thema steigert sich in Lärmkaskaden, die plötzlich zerfallen. Das alles hört sich viel weniger experimentell an, als es sich liest. Die Kleinen Propheten haben viel mehr Gefühl für klassische Gitarrenpop-Melodien, als Cruccolini zugeben möchte. Es ist wohl dieser Gegensatz, der den größten Reiz der Band ausmacht. Mal abgesehen davon, dass sie auf ihrer CD wesentlich verhaltener klingen als live, wo sie ein so brillantes Inferno inszenieren, dass sie beim diesjährigen Sprungbrett-Wettbewerb die einzige Band waren, bei der die Juroren nur noch Höchstpunktzahlen vergaben.

Heute im Theatron treten die Kleinen Propheten allerdings als Vorgruppe von Jettison auf - was ungefähr so wenig angemessen wirkt wie Roberto Cruccolini, wenn er darüber sinniert, dass es schon schön wäre, "wenn wir wenigstens mal Geld für unsere Auftritte bekommen würden".

 

JÖRG SCHALLENBERG

Münchnen Kultur - Seite 38 - 12. August 2004